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Mit dieser Charta werden die Vorstellungen der Jugendabteilungen schriftlich fixiert. Gleichzeit gilt sie als Regelwerk die Arbeit im Junioren-Fußball bei der DJK.

Wir bedanken uns bei Thorsten Brinkmann vom RW Alfen, der uns diese Charta als Vorlage zur Verfügung gestellt hat.

Einführung

Dieses Leitbild schließt die Verhaltensregeln, sowie die entsprechenden Verpflichtungen der Trainer, Spielers und deren Eltern im Jugendfußball ein. 

einfuehrung
Dieses Regelwerk stellt für alle im Juniorenfußballbereich ehrenamtlich tätigen Trainern, Co-Trainern und Helfern einen Orientierungsrahmen für eine gezielte, vereinsinterne Fußballausbildung im Juniorenfußball, dar.


Ziele

Neben der gezielten Fußballausbildung mit sportlichen Zielen, zählt der Spaß am Sport, die Freude an der körperlichen Leistung und das Erleben von Gemeinschaft. Wir erhoffen uns damit einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung, insbesondere bei der Sucht- und Gewaltprävention und gegen Rassismus zu leisten.

zieleHauptziel der Jugendarbeit ist es, die Kinder und Jugendlichen auf den Seniorenbereich vorzubereiten, damit sie möglichst Spieler der ersten Mannschaft werden.

Grundsatz für die Jugendarbeit im Verein soll vor allem der Spaß am Sport sein. Wir wollen Sport- und andere (Freizeit-) Aktivitäten (Trainingscamps, Besuch von Bundesligaspielen, Sporttage, Zeltlager) miteinander verbinden. Training, Leistung und Fußballspielen sollen einen Dreiklang bilden, mit dem die Persönlichkeit jedes Spielers und dessen Teamfähigkeit gefördert wird.

Wir möchten gemeinsame Erlebnisse, Fahrten und Unternehmungen fördern. Die volle Integration, auch leistungsschwacher Kinder und Jugendlicher und solcher mit Migrationshintergrund, in die Mannschaften und in den Spielbetrieb, streben wir an. Soziales Verhalten und Teamgeist sollen ebenso wie die individuellen Fähigkeiten der Spieler gefördert werden.



Das 4-Stufen Konzept

Die Jugendarbeit in unseren Vereinen wird in Stufen organisiert.

Von den jüngsten Spielern, Minis/G-Jugend, bis zur E-Jugend steht Spiel & Spaß in Vordergrund. Training und soziales Beieinander neben dem Platz wird darauf ausgelegt, dass die Kinder in dieser Altersstufe ihre Freude am Fußball entdecken.

4stufenJede Mannschaft hat einen Trainer, evtl. auch Co-Trainer und einen Betreuer, im Jugendbereich, möglichst aus den Reihen der Eltern.

Beginnend von der D-Jugend bis zur B-Jugend, insgesamt sechs Jahre, wird an der Technik gearbeitet. Dabei soll natürlich Spiel und Spaß nicht verloren gehen, aber in diesem Zeitabschnitt erfolgt die wesentliche Ausbildung eines Fußballers und genau hier möchten wir mit gezielten Trainingseinheiten bestmögliche Anleitungen bieten. Aus diesem Grund soll, wenn möglich, ab der Stufe 2 mit ausgebildeten Trainer, zumindest aber mit Trainern gearbeitet werden, die nicht ihre Kinder in der Mannschaft haben.

Ab der A-Jugend sollen neben Spiel, Spaß und Technik auch der Leistungsgedanke eingebracht werden. Ziel ist es den Spielern, so viel Eigeninitiative beigebracht zu haben, dass ab der Stufe 3 auch über Leistung gesprochen werden kann.

Unser Konzept endet nicht nach der aktiven Zeit in den Seniorenmannschaften, sondern setzt sich darüber hinaus fort. Die ‚Alten Herren’ und die ‚Ü 40’ Fußballer können ihre Erfahrung weitergeben und Verantwortung bei der Fortführung dieses Konzeptes und weiteren Aktivitäten rund um den Fußball übernehmen.

Für jede Stufe ist ein Koordinator zuständig, der die Arbeiten in der Stufe betreut und dem Jugendvorstand angehört. Damit ist der optimale Informationsfluss aller Aktivitäten in den Stufen gewährleistet. Darüber hinaus werden ein oder mehrere Paten aus der jeweilig höheren Stufe die Trainingsarbeit unterstützen. So wird ein Spieler der Stufe 2 hin und wieder eine Trainingseinheit der Mannschaft aus Stufe 1 begleiten. Auch aus dem Seniorenbereich werden Trainingseinheiten der Stufe 2 begleitet. Dies erfolgt nicht regelmäßig, sondern ca. einmal pro Monat. Die Abstimmung dazu übernehmen die Koordinatoren zusammen mit den Trainern.

Die vier Koordinatoren synchronisieren die Arbeit der Trainer ihrer jeweiligen Stufe und sind für diese Ansprechpartner. Die Koordinatoren sind Mitglieder des Vorstandes der Jugendabteilung und sorgen so für kurze Kommunikationswege. Die Koordinatoren sind für den Informationsfluss verantwortlich, auch an die Eltern. Dazu organisieren sie Elternabende bzw. Elterninformationen.



Training

Die Anforderungen im Training sind gemäß eines speziell erstellten Rahmentrainingsplans auf die unterschiedlichen Altersgruppen abgestimmt (siehe auch Stufenkonzept). Fordern und Fördern müssen im Einklang stehen.

Der Rahmentrainingsplan beschreibt in Text und Bild die altersgerechte Fußballausbildung der jeweiligen Junioren und unterstützt die Trainer bei ihrer Arbeit. Er bietet dem Trainer/Betreuer Hilfestellung bei der Durchführung von Trainingseinheiten, so dass auch Trainer/Betreuer ohne aktive oder passive „Fußballkarriere“ eine Juniorenmannschaft betreuen und trainieren können. Der Rahmentrainingsplan stellt einen optimalen Orientierungsrahmen für die jeweilige Juniorenmannschaft dar und garantiert eine durchgängig aufbauende Fußballausbildung bis einschließlich A-Junioren.



Ausbildung

Unser Verein lebt durch das Engagement seiner vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diesen Einsatz möchten wir mit Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, je nach wirtschaftlicher Lage, des Vereins unterstützen. Alle Trainer, Co-Trainer und Helfer des Juniorenfußballs verpflichten sich regelmäßig an solchen Maßnahmen und Angeboten teilzunehmen. Durch die Qualifizierung des Vorstandes und aller Mitarbeiter, insbesondere durch die gezielte Förderung und Weiterbildung von Trainern und Übungsleitern, auch in eigenen Fortbildungsveranstaltungen, möchten wir in Zukunft eine zeitgemäße Vereinsführung und einen qualifizierten Trainingsbetrieb gewährleisten.



Fair Play

Fair Play beschreibt ein sportliches Verhalten, das über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht. Es beschreibt eine Haltung des Sportlers, und zwar die Achtung des bzw. den Respekt vor dem sportlichen Gegner und den Schiedsrichtern. Es gilt die Würde des sportlichen zu achten, selbst im härtesten Kampf.

Fair Play gebietet also:
  • - die Anerkennung und Einhaltung der Wettkampfregeln
  • - den partnerschaftlichen Umgang mit dem Gegner und dem Schiedsrichter
  • - auf gleiche Chancen und Bedingungen zu achten
  • - das Gewinnmotiv zu "begrenzen" (kein Sieg um jeden Preis)
  • - Haltung in Sieg und Niederlage zu bewahren




Interne Zusammenarbeit

Offene und ehrliche Kommunikation im gesamten Verein sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Vereinsarbeit, insbesondere als Vorbildfunktion für die Jugend. Dazu gehört auch die Transparenz gegenüber den Eltern.




Arbeit der Trainer

Die Aufgaben der Trainer und Betreuer bestehen unter anderem darin, die altersgerechte und leistungsorientierte Ausbildung der Junioren im Fußball anzustreben. Dabei übernimmt der Trainer die Gestaltung der Trainingseinheiten, die Aufstellung der Spieler und die Betreuung der Mannschaft während der Spiele und Turniere. Der Betreuer kümmert sich um Arbeits- und Fahrtpläne, ausfüllen der Meldelisten u.w.m.

Die Koordinatoren aller Stufen und die Trainer tauschen sich untereinander aus. Die regelmäßig stattfindende Jugendsitzung dient ebenfalls zum Austausch, einem guten Miteinander sowie einem internen „Know-How-Transfer“.

Trainer, Betreuer und Koordinatoren der einzelnen Mannschaften bzw. Stufen informieren sich gegenseitig über die Anzahl und den Leistungsstand der Spieler. Dadurch wird eine kontinuierliche Entwicklung des Kindes und der Mannschaft ermöglicht.

Trainer und Betreuer sind für die Kinder und Jugendlichen wichtige Vorbilder. Entsprechend fair verhalten sie sich auf und neben dem Platz. Die Trainer und Betreuer leben dies vor und geben entsprechende Verhaltensregeln an ihre Mannschaften weiter. Auch ist von den Betreuern darauf zu achten und gegebenenfalls darauf hinzuweisen, dass der Spieler geistig und körperlich fit zu einem Spiel erscheinen sollte.

In unseren Mannschaften werden leistungsstarke und schwächere Spieler gleich behandelt. In der Stufe 1 sollten alle Spieler gleichviel Zeit auf dem Spielfeld eingesetzt werden. In der Stufe 2 sollten alle Spieler mindestens eine Halbzeit eingesetzt werden. Erst aber der Stufe 3 kann der Trainer frei über die Einsatzzeiten befinden.

Grundsätzlich sollen die Spieler in der Mannschaft Ihrer Altersklasse spielen. Ausnahmen legen die betroffenen Trainer gemeinsam fest. Sollte eine Mannschaft aushilfsweise auf Spieler einer anderen Mannschaft zurückgreifen müssen, sprechen dies die Trainer untereinander ab. Der Trainer der abgebenden Mannschaft bestimmt die Spieler.



Aufgaben der Eltern

Neben der sportlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen legen wir ein besonderes Augenmerk auf ihre soziale Integration. Trainer und Betreuer der Juniorenmannschaften streben eine möglichst nahe Einbindung der Eltern im Jugendfußball an. Sie sind kompetente Ansprechpartner für die Eltern und gehen bei Problemen mit den Kindern offensiv auf die Eltern zu. Zur besseren Transparenz und Integration halten wir Elterninformationsabende oder schriftliche Informationen, der jeweiligen Mannschaften für besonders dienlich.

Eltern sollten ihre Kinder zu den Spielen begleiten und damit ihre Wertschätzung gegenüber den Kindern zum Ausdruck bringen. Weiterhin sollten Eltern den regelmäßigen Besuch ihrer Kinder beim Training unterstützen. Eltern der Kinder in der Stufe 1 sollten ihre Kinder beim Trainer oder Betreuer abmelden, wenn an einem Training oder Spiel nicht teilgenommen werden kann.

Genauso wie Trainer und Betreuer sind auch Eltern Vorbilder am Spielfeldrand und sollten sich auch so verhalten.

Für die Trikotwäsche und deren Regelung ist die Mannschaft selbst verantwortlich.



Aufgaben der Spieler

Alle Teams verpflichten sich zum schonenden Umgang mit der Sportausrüstung und dem Übungsmaterial. Auch ist im Hinblick auf den Erhalt des Kunstrasenplatzes in den Trainingseinheiten darauf zu achten, dass die Tore beim Versetzten „getragen“ und nicht „geschoben“ werden.

Mit der Trikotausrüstung der jeweiligen Mannschaft ist pfleglich umzugehen und auf deren Vollständigkeit zu achten.

Gegebenenfalls zur Verfügung gestellte Sanitätskoffer sind regelmäßig vom Verantwortlichen (Stufe 1: Betreuer, ab Stufe 2: Spieler) der Mannschaft auf Vollständigkeit zu überprüfen. Bei Unvollständigkeit oder fehlendem Sanitätsmaterial ist dies der Jugendabteilung (Koordinator) zu melden, die alsdann zeitnah für die notwendige Wiederbeschaffung Sorge trägt.

Die Pflege unseres Sportplatzes und Sportheims liegt nicht nur in unserem Interesse, sondern auch im Interesse des jeweiligen Spielers und Trainers liegen. Daher bitten wir alle Mannschaften den Platz sauber und ordnungsgemäß zu verlassen und gegebenenfalls Unrat (Flaschen, Papiere etc.) einzusammeln und zu entsorgen oder entsprechend zu deponieren.



Vielen Dank an Thorsten Brinkmann vom SV Alfen, der uns die Charta zur Verfügung gestellt hat!
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